Hofburgerstürmung

Strahlender  Sonnenschein begrüßte das frisch proklamierte Dreigestirn und die Löörer Jeckenschar am Sonntag nach der Proklamation zum Marsch auf die Erstürmung der Hofburg, aber es war lausig kalt. Kein Wunder, dass Kaffee und warmer Kakao mehr gefragt waren als das bereitstehende Kölsch. Nachdem Jungfrau Jenny unter dem Applaus der erschienen Abordnungen der Ortsvereine und dem eigenen Gefolge und mit dem Böller aus der Gefolgekanone seine Namenstafel am Geburtshaus in der Don Bosco Straße enthüllt hatte, machte sich der närrische Lindwurm unter den Klängen vom Musikverein „Siegklang Meindorf“ auf den Weg zum Domizil des Bauern Jan.

Schon an dieser Stelle sei dem „Absperrkommando“ ein herzlicher Dank ausgerichtet. Alle Straßenkreuzungen waren, wie gefordert, unterwegs abgesperrt und nach dem Durchzug die Absperrgitter ebenso schnell wieder abgebaut und eingesammelt; das hat hervorragend geklappt!

Bei Bauer Jan in der Larstraße wurde dann ebenfalls die Namenstafel enthüllt, bevor es zur gleichen Prozedur zum Haus des Prinzen Holger II. zum  Markt ging. Schon von hier rief der Prinz über den Markt hinweg zum Sturm auf die Hofburg  „zum Pompe Jupp“ auf. Nach den ersten Schüssen aus der Gefolgekanone auf die Eingangstür zeigte sich Wirt Arno am Fenster zu einem Wortgefecht mit dem Prinzen, blieb aber trotz mehrfachen Bitten des Prinzen stur und verweigerte der närrischen Schar den Einlass. Die Adjutanten wurden daraufhin angewiesen, ein kräftiges Tau an der Eingangstür anzubringen, woran sich das Dreigestirn und später auch die Adjutanten vergeblich bemühten, die Tür aus den Angeln zu ziehen. Ein Holder wurde für Bauer Jan angefordert, der aber trotz mehrfachen Bemühungen wegen der Kälte den Dienst versagte. (Bauer Jan, Fan von Oldtimer Treckern, hätte doch besser seinen größeren zweiachsigen Trecker statt den kleineren „einachsigen Holder“ mitnehmen sollen, wovon ihm aber das restliche Trifolium abgeraten hatte.) Unter vereinten Kräften des gesamten Gefolges gelang es dann aber doch, die Eingangstür aus den Angeln zu ziehen, der Eingang in die neue Hofburg war endlich frei, der Widerstand gebrochen.

Nach dem Einzug begrüßte der 1. Vorsitzende, Karl-Ludwig Kessel, offiziell die Anwesend und bat das Dreigestirn zum ersten Mal zum Einzug in seine Hofburg. Prinz Holger II. begrüßte seine Gäste und bedankte sich nochmals herzlich für den schönen gestrigen Abend in der Küz. Der Einstimmung mit der Sessionshymne: „Ööhs könne fiere!“ folgte die Auszeichnung  vieler Gäste mit dem diesjährigen  Sessionsorden. Das Dreigestirn wollte damit nicht, wie üblich, bis zum Prinzenfrühstück vom Hoofe eine Woche vor dem Sessionshöhepunkt, warten. Nach vielen Verzellcher löste sich die närrische Gemeinde dann am späten Nachmittag langsam auf.